Die Amtssprache in Schweden ist Schwedisch. Sie wird von den neun Millionen Schweden ebenso wie von einem Teil der Finnen gesprochen, denn in Finnland ist Schwedisch neben Finnisch die offizielle Landessprache.
Als Arbeitssuchender in Schweden, Auslandsstudent oder Auswanderer, sollte das Erlernen der neuen Sprache an oberster Stelle stehen. Die Schweden beherrschen zwar fast alle Englisch, die Verständigung würde also auch ohne schwedische Sprachkenntnisse funktionieren, allerdings wird es dann nie so richtig mit der Aufnahme in die schwedische Gemeinschaft klappen. Ein weiterer Anreiz ist mit dem Erlernen der schwedischen Sprache verbunden: Endlich verstehen, was sich eigentlich hinter der Bezeichnung der Ikea-Produkte Sessel ‚Rolig’ oder Papierkorb ‚Fniss’ versteckt.
Das Praktische ist, dass mit Erlernen der schwedischen Sprache auch gleich Verständniskompetenz der anderen skandinavischen Sprachen, also der norwegischen und dänischen Sprache, erreicht wird (die finnische Sprache zählt leider nicht dazu, da sie keine germanische Sprache ist). Das macht sich vor allem beim Studium in Schweden bezahlt, wenn ein Teil der Literatur auf Dänisch und Norwegisch gelesen werden muss. Oder um es mathematisch auszudrücken: Schwedisch verhält sich zu Norwegisch wie Deutsch zu Bayrisch.
Auch die Dialekte innerhalb von Schweden unterscheiden sich voneinander. Mein Schwedischlehrer stammte aus Skåne und behauptete dort wird das wahre Schwedisch gesprochen. Bekannte aus Umeå (im Norden) behaupten dasselbe. Die Erfahrung besagt allerdings, dass es für Anfänger leichter ist, einen Südschweden zu verstehen, als einen Nordschweden. Andererseits sprechen Nordschweden von Natur aus sehr langsam. Letztendlich spielt die Region aber keine Rolle. Wenn die Schweden merken, dass sie mit einem Sprachanfänger reden, geben sie sich alle Mühe deutlich und langsam zu sprechen.