Zahlreiche Erfindungen und Entdeckungen, die unser Leben leichter machen, haben ihren Ursprung in Schweden. Nur oftmals wissen wir das gar nicht. Doch nicht zu Unrecht wird gerade in Schweden der Nobelpreis für neue Entdeckungen verliehen.
Nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag ist beispielsweise der Tetra Pak: eine schwedische Erfindung von Ruben Rausing, der 1943 erstmals eine tetraederförmige, mehrfach beschichtete Verpackung für Flüssigkeiten entwickelte Physiker kennen Ångström als die Einheit eines zehnmillionstel Millimeter. Sie wurde nach dem Forscher Anders Ångström benannt.
Wäre Anders Celsius nicht gewesen, würden wir unsere Temperaturangaben wahrscheinlich in Fahrenheit machen müssen: unsere Temperaturskala verdankt ihren Namen dem Mathematiker und Astronom, der allerdings die Siedetemperatur bei 0° und die Gefriertemperatur bei 100° festlegte. Umgekehrt wurde dies erst durch den Schweden Carl von Linné, der außerdem die binäre Nomenklatur einführte, die heute gebräuchliche zweiteilige Klassifikation von Tieren und Pflanzen.
Als tüchtiger Unternehmer war Lars Magnus Ericsson mit seinem 1876 gegründeten Telefonunternehmen Ericsson erfolgreich. Durch praktische Telefonnetze und –schaltzentralen waren seine Dienste auch im Ausland bald gefragt und trugen somit zu dem heute weltweiten Erfolg des Mobil-Unternehmens Ericsson bei.
Mit einer Produktionssteigerung von 11 auf 66.000 t innerhalb von 28 Jahren machte sich die Erfindung des Dynamits aus dem Jahr 1866 durch Alfred Nobel wirtschaftstauglich. Mit leicht entzündlichen Stoffen waren die Schweden auch vorher schon erfolgreich: Auch das Sicherheitsstreichholz wurde in Jönköping erfunden.
1927 wurde der erste PKW der Marke Volvo produziert, der später auch als Erster mit dem Dreipunkte-Sicherheitsgurt sowie einer Kopfstütze ausgestattet wurde.
Der Inbegriff Schwedens zeigt sich uns Deutschen wahrscheinlich bei dem Anblick eines IKEA Möbelmarkts. Die Abkürzung geht auf den Namen des Gründers, Ingvar Kamprad, sowie seinen elterlichen Hof Elmtaryd und die naheliegende Ortschaft Agunnaryd zurück. Die persönliche Atmosphäre der Schweden wurde auch auf das IKEA Konzept übertragen: In den Katalogen werden die Kunden geduzt und die Angestellten tragen Namensschilder mit ihren Vornamen. Über die Namen der IKEA-Produkte kann man fast schon einen Roman schreiben. Zu ihrem ‚Billy’-Regal stehen die meisten Besitzer in engem Kontakt. Doch der einzige Grund für die Bezeichnung mit Namen anstelle von den sonst üblichen Nummern, war Ingvar Kamprad, der sich keine Zahlen merken konnte. So tragen die Produkte heute Namen skandinavischen Ursprungs und sind ein weiteres Markenzeichen des Unternehmens geworden.