Ausländische Ärzte haben gute Chancen in Schweden einen Arbeitsplatz zu bekommen, denn dort herrscht ein permanenter Mangel an medizinischen Fachkräften. Dem anhaltenden Trend zufolge werden in den nächsten Jahren jährlich 450 medizinische Arbeitsplätze nicht besetzt sein. Daher ist die Chance, den Job, für den man sich bewirbt, auch zu bekommen, sehr groß.
Dazu bieten schwedische Krankenhäuser einen hohen medizinischen Standard, das Studium ist ebenso streng wie in Deutschland, sogar Krankenschwestern müssen studieren, können dafür aber auch mehr Aufgaben übernehmen. Um als Arzt in Schweden praktizieren zu dürfen, muss die schwedische Approbation beantragt werden, wobei es meist keine Probleme geben sollte. Gegebenenfalls muss noch eine Weiterbildung beziehungsweise eine Vollendung der Ausbildung absolviert werden.
Für Einwanderer werden außerdem kostenlose Sprachkurse angeboten, so dass auch das Patientengespräch nach kurzer Lernphase kein Problem mehr darstellen sollte. Auch die Akzeptanz durch die Kollegen fällt so leichter, wobei dies aber sowieso kein Problem bildet, da Schweden sehr freundlich und unvoreingenommen sind. Titel sagen hier gar nichts, dafür ist Menschenfreundlichkeit umso angesehener.
Überstunden werden in Schweden nur selten gemacht, die Arbeitszeiten der 40-Stunden-Woche sind geregelter als in Deutschland, dadurch auch stressfreier. Diese strenge Regelung ist aber auch ein Grund für den Ärztemangel, denn die Patienten stehen weiterhin Schlange.
Deutsche Agenturen für Arbeit bieten neben den allgemeinen Skandinavien-Tagen auch schon spezielle an Mediziner gerichtete Informationsveranstaltungen zum Arbeiten als Arzt in Schweden. Bei diesen Veranstaltungen sind oftmals auch schwedische Krankenhaus- oder Gesundheitsfunktionäre zugegen, die junge deutsche Ärzte direkt rekrutieren. Wo die nächste dieser Veranstaltungen statt findet, darüber informiert die nächstgelegene Agentur für Arbeit.